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Das Ende von modernen Taschenrechnern?

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Re: Das Ende von modernen Taschenrechnern?

Beitragvon 3298 » Sa 9. Feb 2013, 00:55

Ich bezweifle, dass die Taschenrechner demnächst aussterben werden. Zumindest hier in Niedersachsen sind programmierbare/grafikfähige Taschenrechner im Unterricht Standard, daran wird sich wohl nicht allzu schnell etwas ändern. Smartphones und Tablets sind da viel zu gut zum Mogeln geeignet. (Und viel zu teuer für solche Einsätze. Ich bin bis heute ohne ausgekommen, und das wird wohl noch etliche Jahre so bleiben.)
Was drahtlose Kommunikation angeht: Gibt's schon, HP-Rechner kommen seit mehr als 20 Jahren von Haus aus mit Infrarot, mit "Usinagaz" gibt es schon seit etlichen Jahren Internetzugriff (man braucht nur ein Handy mit Infrarot-Port, ein Modem mit seriellem Anschluss oder einen PC), bis zum Webserver (!) ist alles vorhanden. Aber alles, was ich davon schonmal benutzt habe, war der Webbrowser "Navigator", um mir auf der SD-Karte gespeicherte Webseiten anzusehen. (Für Infrarot sind aber ein paar HP48-Benutzer auf die Idee gekommen, den Taschenrechner in eine frei programmierbare Universalfernbedienung zu verwandeln, die dann bei Abwesenheit den Satellitenreceiver und den Videorecorder angeschaltet und die Aufnahme gestartet hat.)
HP-Rechner bringen mich zum nächsten Punkt. Es gibt viele Sachen, die mit dem Taschenrechner bis in alle Ewigkeit besser gehen werden. Ich zum Beispiel brauche eine echte Tastatur, nicht so einen Touchscreen, sonst fühle ich den Anschlag nicht richtig, und besonders die HP-Taschenrechnertastaturen wurden häufig gelobt. Programmierung auf dem Gerät selber habe ich auf den Smartphones/Tablets noch nicht gesehen, genauso wie akzeptable Mathe-Software (Vorsicht: ich habe keines, weiß also nicht besonders viel darüber). All das bieten unsere GTRs "out of the box".
Außerdem würde ich mich auf den Smartphones/Tablets, wenn es doch Programmierung auf dem Gerät selber gibt, ziemlich eingesperrt vorkommen (->nativer Code mit Android? Nee, nur was Java-ähnliches). Auf meinem HP-Rechner schreibe und kompiliere ich Assembler-Code.
Farbdisplay? Ganz nett, verlangt aber nach mehr Rechenleistung und Speicher, als Taschenrechner üblicherweise haben - schließlich haben sie einen Stromverbrauch deutlich unter den Smartphones und Tablets. Wenn man jetzt noch einen mittelgroßen Lithium-Ionen-Akku in den GTR stopft, hält er ewig. ;) Mehr als 8-Bit-Farbe brauche ich jedenfalls nicht, um glücklich zu sein.
Zu guter Letzt: Programmieren lernen kann man am besten mit einem kleinen, übersichtlichen System, denke ich. Zum Beispiel mit einem grafikfähigen Taschenrechner. (Casio-Basic war mein Einstieg, MLC kam danach, dann landete ich bei C - auch zuerst nur für den Taschenrechner.)
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Re: Das Ende von modernen Taschenrechnern?

Beitragvon linuxerr » Mo 3. Jun 2013, 07:56

Aus der Sicht der Software ist es nicht sinnvoll, Taschenrechner mit Tabletts zu vergleichen. Das was Taschenrechner können, könnten Tabletts genauso. Bei Taschenrechnern handelt es sich um kleine übersichtliche Systeme und deshalb arbeiten sie stabiler und mit geringerem Enrgieaufwand. Tabletts sind auf möglichst hohe Leistung getrimmt (man muss ja unbedingt an jedem Ort der Welt seine Spiele spielen können) und besitzen eine zu kurze Zykluszeit.
Die Lithium-Akkus dürften auch die Jahre von der 8 bis zur 12 zum Großteil nicht überstehen.
Internetzugang, Kamera und Wlan machen die Geräte für Klassenarbeiten und Klausuren unbrauchbar.
Ständig wechselnde Tabletts dürften wohl auch dazu führen, dass sich der Lehrer ständig ein neues anschaffen muss und die Interfaces z.B. für den Physikunterricht immer wieder neu gekauft werden müssten.
Tabletts sind für den Consumer-Markt und letztendlich darauf ausgelegt, dass man sich möglichst schnell nach der Garantiefrist ein neues kauft.
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